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Trotz Schließung - Kinder- und Jugendzentren sind für Besucher*innen da

von Silvia Wieandt

Jugendarbeit
Corona-Pandemie
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Trotz Schließung - Kinder- und Jugendzentren sind für Besucher*innen da

Pädagogische Fachkräfte halten Kontakt zu Kindern und Jugendlichen und machen viele Angebote

Seit dem 16. März 2020 sind die Türen von Einrichtungen der "Offenen Kinder- und Jugendarbeit" laut Erlass der Landesregierung wegen der Corona Pandemie geschlossen. Trotzdem haben die pädagogischen Fachkräfte mit ihren Mitarbeiter*innen und Trägervereinen sehr schnell vielfache Möglichkeiten und Angebote geschaffen, kontaktlose Verbindungen zu den Besucher*innen der Kinder- und Jugendzentren und für den Stadtteil zu schaffen und zu halten.
Insbesondere seit den Schulschließungen vor und während der Osterferien bieten die Teams der Kinder- und Jugendzentren täglich ein vielfältiges und innovatives Programm für ihre unterschiedlichen Zielgruppen an. Das sind die verschiedensten digitalen Angebote über diverse Plattformen wie Gruppentreffen per Videokonferenz, gemeinsame Bewegungs-, Sport und Tanzangebote, Spiel- und Bastelstunden, Chat-Treffen, Diskussionsrunden, Webinare, Leseangebote und vieles mehr.
Auch an die Kinder- und Jugendlichen ohne Internetzugang oder entsprechende technische Ausstattung wird gedacht. Hier gibt es Lieferungen von Mal-, Bastel- und Beschäftigungsmaterial, Brettspiel- und Bücherausleihe. Ein Service, der meist durch ehrenamtlich Tätige erst möglich gemacht wird.
Für Kinder, Jugendliche und Familien in Geflüchtetenunterkünften wird oft mit kommunalen Partner*innen kooperiert, um hier gezielt unterstützend wirken zu können. Gleich seit Beginn der Einrichtungsschließungen werden Notfalltelefonkontakte, Beratungs- und allgemeine (telefonische oder digitale) Gesprächsangebote für Kinder, Jugendliche und Eltern vorgehalten.

Viele pädagogische Fachkräfte haben sich kommunal und z. T. landesweit vernetzt, um neue Netzwerke zu bilden oder alte  und sich untereinander auszutauschen, aber auch best-practice-Ideen zu teilen. Solche Plattformen helfen insbesondere kleinen Teams und den pädagogischen "Einzelkämper*innen".

Kontakte zu den Kinder- und Jugendzentren des Falken Bildungs- und Freizeitwerkes NRW e.V.  mit ihrem Angebot ist über diese Website unter "Einrichtungen" herzustellen.

Einen beispielhaften Eindruck, welche Angebote die Offene Kinder- und Jugendarbeit in NRW macht, kann auf der Website der Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen NRW (AGOT NRW e.V.) gewonnen werden. https://agot-nrw.de/abfrage-der-agot-nrw-e-v-zu-den-aktivitaeten-der-okja-waehrend-der-coronakrise/

Wie lange die Kinder- und Jugendhäuser noch geschlossen bleiben, ist zur Zeit nicht abzusehen. Sollte es irgendwann wieder möglich sein, wird die Öffnung sicherlich nur vorsichtig und schrittweise erfolgen können. In vielen Trägervereinen und Einrichtungen wird dazu bereits Szenarien diskutiert um eine verantwortliche Widereröffnung zu gegebenem Zeitpunkt möglich machen zu können. Die Kinder und Jugenlichen brauchen ihre Jugendzentren.