zurück   |   Druckversion13.03.2007 | eingestellt von: Norbert Kozicki

Qualitätsentwicklung

Falkentreff Oberhausen schließt erste Zielvereinbarung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit ab

Probelauf der Zielvereinbarung in diesem Jahr

Zielvereinbarung im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen


1. Partner der Zielvereinbarung:

• Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
• Arbeitsgemeinschaft "Haus der Offenen Tür" AGOT-NRW/ Falken Bildungs- und Freizeitwerk Nordrhein-Westfalen e.V.
• Jugendamt der Stadt Oberhausen
• Falkentreff im Kurt–Schumacher-Haus, Oberhausen


2. Aufgaben und Ziele:

Auf der Grundlage des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes Nordrhein-Westfalen (§ 16 Absatz 4) und des Kinder- und Jugendförderplans des Landes vom 28. Juni 2006 sowie des Kinder- und Jugendförderplans der Stadt Oberhausen schließen die vorstehenden Partner eine Zielvereinbarung (ZV), um im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu einer qualitativen Verbesserung der eigenen Arbeit zu gelangen. Die ZV beschränkt sich zeitlich auf das Jahr 2007 und dient der Erprobung. Ergänzend zum Wirksamkeitsdialog beleuchtet die ZV Detailaspekte von konkreten Handlungsfeldern. Die ZV wird von dem Gedanken getragen, die gemeinsam festgelegten Ziele in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren durchzuführen.


3. Vorstellung des Falkentreffs im Kurt-Schumacher-Haus, Oberhausen

Träger des Falkentreffs im Kurt-Schumacher-Haus ist die SJD - Die Falken, Kreisverband Oberhausen. Der „Falkentreff“ befindet sich in Oberhausen-Osterfeld, einem Stadtteil, der geprägt ist durch einen hohen Migrationsanteil (ca. 40 % sind türkischer Herkunft). Der Falkentreff ist ein „Haus der offenen Tür“ mit einem Kinderbereich für 6 – 12 Jährige und einem offenen Jugendbereich für 13 – 20 Jährige. Die Kernöffnungszeiten sind von 14 – 20 Uhr. Pädagogische hauptamtliche Mitarbeiterinnen begleiten die pädagogische Arbeit. Sie werden unterstützt von verschiedenen Honorarkräften, Jahrespraktikanten, Ein- Euro-Kräften sowie ehrenamtliche/n Mitarbeiter/innen.

Neben den zahlreichen Angeboten der "offenen Tür" gibt es für Schüler/innen ab dem Grundschulalter eine Übermittagbetreuung. In Kooperation mit der benachbarten Albert- Schweizer- Hauptschule werden Sonderschüler/innen und Hauptschüler/innen gemeinsam betreut. Die Schulbetreuung beginnt ab 11 Uhr und geht bis 16.30 Uhr, bei Bedarf auch bis 18 Uhr. Bei Unterrichtsausfall oder anderen Arbeitszeiten der Eltern ist es auch möglich auf Einzelfälle einzugehen. Regelmäßig finden Elterngespräche, Elternabende, Treffen mit den Sonderschullehrern und der Schulsozialarbeiterin sowie Fortbildungsangebote wie z. B „Gesundes Essen“ statt. Bei Bedarf fungieren die Pädagogen des Hauses als Vermittler zwischen den Eltern und Lehrern.

4. Zielpyramide der Zielvereinbarung

Zielgruppe:

Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im Alter von 6 bis 20 Jahre.


Leitbild:

Verwirklichung des Rechts der Kinder und Jugendlichen auf Förderung ihrer Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.


Wirkungsziel:

Offene Kinder- und Jugendarbeit fördert die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Sie hilft ihnen, den Stellenwert von Bildung zu erkennen und Bildung für sich zur Erreichung der eigenen Lebensziele zu nutzen.


Handlungsziele:

1. Kinder und Jugendliche erfahren jeden Tag (montags bis freitags) eine freiwillige Leseförderung.

2. Kinder und Jugendliche aus allen Schulformen werden bei der Erledigung der Hausaufgaben unterstützt mit dem Ziel, dass die Hausaufgaben vollständig erledigt werden und dass bei Lerndefiziten gezielt gefördert wird.


Maßnahmen /Angebote:

1.1 Die Bücherei steht den Kinder und Jugendlichen jeden Tag (montags bis freitags) zwischen 14.00 und 17.00 Uhr zur Verfügung.

1.2 Es gibt einen festen Ansprechpartner für die Kinder und Jugendlichen.

1.3 Kinder und Jugendliche nutzen regelmäßig die HiIfestellung beim Lesen in der Bücherei.

1.4 Ein regelmäßiges Vorleseangebot findet in der Bücherei statt.

1.5 Einmal im Jahr findet ein Lesewettbewerb statt.

1.6 Kinder und Jugendliche präsentieren einmal im Jahr anderen Kindern ihre Lieblingsbücher.


2.1 Die Hausaufgabenbetreuung ist nach dem Bezugsgruppensystem (feste Gruppen / feste Betreuung) organisiert.

2.2 Die Hausaufgabenbetreuung erfolgt regelmäßig zu gleichen täglichen Zeiten (14.00 bis 17.00 Uhr).

2.3 Bei der Gestaltung der Hausaufgabenhilfe gehen die Mitarbeiter/innen auf individuelle Lerndefizite und Lernanforderungen der Kinder und Jugendlichen ein.

2.4 Für alle teilnehmenden Kinder und Jugendliche wird der Beobachtungsbogen (siehe Anlage 1) im Mai/Juni und im Oktober/November geführt.

2.5 Es findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Mitarbeiter/innen und den Eltern statt.

2.6 Es findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Mitarbeiter/innen und den Lehrer/innen statt.

2.7. Die Kinder und Jugendlichen werden im Mai/Juni und im Oktober/November über ihre Zufriedenheit mit der Hausaufgabenbetreuung (Instrument "Karteikasten", Beispiel siehe Anlage 2) befragt.


Evaluation:

Zum Ende des Jahres 2007 erstellt das Team des Falkentreffs einen Soll-Ist-Vergleich in Form eines Abschlussberichts zu ausgewählten Aspekten dieser Zielvereinbarung. Im Laufe des Jahres dokumentiert das Team des Falkentreffs weitere pragmatische Instrumente.

Das Team des Falkentreffs wird vom landeszentralen Träger, dem Falken Bildungs- und Freizeitwerk NRW e.V., im Rahmen dieses Prozesses begleitet.




Düsseldorf, den 12. März 2007

Klaus Schäfer
Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration

Thomas Krey
Kreisverband Oberhausen der SJD-Die Falken-

Norbert Kozicki
(Arbeitsgemeinschaft Haus der Offenen Tür NRW)


Anlage 1


Beobachtungsbogen
zur Feststellung besonderer Fähigkeiten, Stärken , Schwächen und Interessen des Mädchens/Jungen
Mitarbeiter/in Datum
Name des Mädchens/Jungen
Wie gefällt es dem Mädchen /Jungen in der Hausaufgabenbetreuung?
Was macht das Mädchen /der Junge gern in der Hausaufgabenbetreuung?
Wozu hätte das Mädchen /der Junge noch Lust?

Was findet das Mädchen /der Junge nicht gut?
Welche Stärken hat das Mädchen /der Junge ?

Welche Defizite hat das Mädchen /der Junge ?
Welche Angebote möchte das Mädchen /der Junge wahrnehmen?
Welche Angebote fehlen dem Mädchen/ dem Jungen?
Beobachtungen/Einschätzungen

Bemerkungen/Empfehlungen

Anlage 2


Instrument „Karteikasten“ (für die Evaluation der Hausaufgabenbetreuung)

(Beispiel)
Datum Uhrzeit
Anfang Uhrzeit Ende
23.01.07 14.05 15.00 es war okay!
24.01.07 14.05 16.10 Hausaufgaben zu lang und nicht verstanden!!!!!
25.01.07 14.05 14.35 ☺ super!!!!!!!!!!








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