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Konzepte Jugendarbeit

Konzeption Pub a la Pub Herne-Wanne-Eickel

Pub à la Pub
Konzeption


1. Rahmenbedingungen 2
1.1 Träger 2
1.2 Stadtteil 2
1.3 Räumlichkeiten 4
1.4 Öffnungszeiten 4
1.5 Personal 5
1.6 Vernetzung 6
1.7 Öffentlichkeitsarbeit 7
2. Ziele 8
2.1 Allgemeine Ziele 8
2.2 Zielgruppen 9
2.3 Elternarbeit 9
2.4 Partizipation 10
3. Angebote/pädagogische Arbeit/Inhalt 11
3.1 Projekte 11
3.2 Programm 11
3.3 Café Betrieb 12
3.4 Medien 13
3.5 Geschlechtsspezifische Angebote 13
4. Evaluation 14





In der vorliegenden Konzeption des Pub à la Pub wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit auf die Verwendung der jeweils weiblichen und männlichen Form verzich-tet. Die verwandte männliche Form schließt die weibliche Form immer mit ein.
1. Rahmenbedingungen
1.1 Träger
Träger der Einrichtung ist der Verein „Spielraum“ Falken Bildungs- und Freizeitwerk Herne e.V. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwe-cke, nämlich

a) Freizeit- und Bildungsmöglichkeiten für junge Menschen und Familien zu schaffen,
b) Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen an allen sie betref-fenden Entscheidungen zu fördern und zu entwickeln,
c) Interessenvertretung für und mit Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum zu gestalten.

Diese Zwecke sollen insbesondere verwirklicht werden durch:

a) den Betrieb von Kinder- und Jugendeinrichtungen,
b) die Einrichtung eines Kinderanwaltsbüros
c) die Durchführung von Projekten, Bildungsmaßnahmen und Ferienfreizeiten,
d) die Zusammenarbeit mit lokalen, kommunalen und anderen Trägern und Ein-richtungen der Jugendhilfe.

1.2 Stadtteil
Der Stadtteil „Unser Fritz“ nimmt zurzeit am Programm „Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf“ teil. Das „Fortgeschriebene Integrierte Handlungskonzept Bi-ckern/Unser Fritz“ gibt einen Einblick in den Stadtteil:

Ende 1999 lebten in Bickern / Unser Fritz fast 14.000 Menschen. Die Arbeitslosen-quote lag zu diesem Zeitpunkt mit bis zu 28,7% deutlich über denen der Gesamtstadt (17,9%). Auch die Sozialhilfequote war mit 5,6 % um ca. 20 % höher als in der Ge-samtstadt (4,7 %). Während immer mehr Deutsche wegziehen, ist ein leichter Zu-wachs der ausländischen Bevölkerung festzustellen. Die höchsten Ausländeranteile gibt es in Bereichen, die von überalterter Bausubstanz geprägt sind. Der Anteil der Migranten besteht im Wesentlichen aus türkischen Bewohnern.

Die Freizeitsituation für Jugendliche wird von allen Bevölkerungsgruppen als nicht befriedigend bezeichnet. Das Haus der Jugend (städtische Jugendfreizeiteinrichtung) bietet zahlreiche Angebote, die aber nur von einem kleinen Kreis von Jugendlichen genutzt werden. Darüber hinaus gab es lange keine offenen, organisierten Angebote.

Die Frauen im Stadtteil wünschen sich einen Treffpunkt, der auch als interkulturelle Begegnungsstätte dienen soll. Gerade Angebote für Mädchen sind dabei sehr wich-tig. Der Bedarf an Betreuung durch Sozialarbeiter wird von den Bewohnern des Stadtteils sowohl für Jugendliche als auch für Kinder gesehen. Viele junge Menschen haben Probleme im Elternhaus, mit der Schule oder auch der Polizei, benötigen psy-chologische Unterstützung oder einfach einen Ort, an dem sie sich aufhalten können.
Lehrer und ErzieherInnen weisen auf eine hygienische und gesundheitliche Verwahr-losung hin – insbesondere bei deutschen Kindern.

Aufgrund ihrer Perspektivlosigkeit schließen sich immer mehr Jugendliche in ethnisch getrennten Gruppen zusammen, in denen sie Selbstbestätigung finden können. Die Aktivitäten dieser Gruppen finden hauptsächlich außerhalb des Erneuerungsgebietes statt, da - bis auf Veranstaltungen im Haus der Jugend - sowohl in Bickern als auch in Unser Fritz aus Sicht der Jugendlichen „nichts los ist“.

Bickern und Unser Fritz sind vom Niedergang des Bergbaus extrem geprägte Quar-tiere, in denen die sozialen Folgewirkungen zur Zeit noch relativ duldsam – wie es im Ruhrgebiet auch eher Tradition hat – ertragen werden.

Insgesamt gesehen kann der Stadtteil zwar nicht als klassischer sozialer Brennpunkt bezeichnet werden. Doch insbesondere bei den Jugendlichen hat sich in letzter Zeit zunehmend Konfliktpotenzial aufgestaut.

(Quelle: Fortgeschriebenes Integriertes Handlungskonzept „Bickern/Unser Fritz“)

Diesem für die Jugendlichen des Stadtteils eher trostlosen Angebot will das Pub à la Pub mit seinem Angebot positive Möglichkeiten entgegenstellen.

1.3 Räumlichkeiten
Das Pub à la Pub befindet sich in der ehemaligen Gaststätte „Haus Hagemann“, Vormieter war die „Gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft Herne“ mit einem Pro-jekt für arbeitslose Jugendliche. Die Räumlichkeiten umfassen 175 Quadratmeter im Hochparterre und bestehen aus einem großen Raum, in dem sich das Café befindet, einer großen Küche mit geräumiger Sitzecke, einem gemeinsam mit den im Stadt-teilbüro tätigen Gruppen genutzten Büro- und Besprechungsraum sowie Toiletten und zwei Kellerräumen.

Das Café dient den Besuchern als Aufenthaltsraum, in dem es, neben vielen Viererti-schen, auch die Möglichkeit des Rückzuges in einer so genannten Lounge, gibt. Au-ßerdem gibt es einen Stehtisch, einen Stammtisch für größere Gruppen und eine Theke. Durch die Theke abgegrenzt ist der Zugang zur Küche.

1.4 Öffnungszeiten
Durch eine garantierte Öffnungszeit von fünf Stunden an vier Wochentagen hat das Pup à la Pub eine starke Präsenz im Stadtteil und verbessert die Infrastruktur für Ju-gendliche. Die Kontinuität und Gleichmäßigkeit der Öffnungszeiten gibt den Besu-chern Sicherheit.

Die Öffnungszeiten sind:

● Dienstag 17 Uhr bis 22 Uhr (für Jugendliche)
● Mittwoch 17 Uhr bis 22 Uhr (für Jugendliche)
● Donnerstag 15 Uhr bis 19 Uhr (für Teenies)
● Freitag 15 Uhr bis 20 Uhr (für Teenies)

Zusätzlich zum Wochenbetrieb findet einmal monatlich sonntags ein Jugendstamm-tisch in der Zeit von 14 bis 16 Uhr statt. An einem Wochenende pro Quartal wird ein Stadtteilfrühstück für alle Altersklassen in der Zeit von 10 bis 14 Uhr angeboten.
1.5 Personal
Die Einrichtung wird durch eine pädagogische Fachkraft geleitet. Diese wird bei den verschiedenen Programmangeboten durch eine Honorarkraft mit 10 Wochenstunden und ggf. eine Jahrespraktikantin in der Arbeit unterstützt. Eine geschlechterparitäti-sche Besetzung ist wünschenswert. Regelmäßig absolvieren SchülerInnen verschie-dener Schulformen ein Praktikum in der Einrichtung. Außerdem helfen ehrenamtliche Kräfte bei einzelnen Aktionen, Projekten oder Ferienprogrammen mit.

Die MitarbeiterInnen gehen auf die verschiedenen Kontaktbedürfnisse der Jugendli-chen ein und sorgen für eine offene und gleichzeitig geschützte Atmosphäre. Als An-sprechpartner pflegen sie den Kontakt zu Stammbesuchern und gehen auf neue Gäste zu.

Die MitarbeiterInnen führen neue Angebote ein und ermuntern zum Ausprobieren. Sie sind kompetent in jugendrelevanten Themen und geben Hilfestellungen in den verschiedensten Bereichen. Durch die niederschwellige Kontaktebene im Café ent-stehen, verbunden mit intensiver Beziehungsarbeit, auch Beratungssituationen und – wenn nötig und gewünscht - die Vermittlung an geeignete Beratungsstellen.

Die MitarbeiterInnen sorgen für die Einhaltung der Regeln und gewährleisten die Auf-rechterhaltung der offenen Atmosphäre und des jugendgerechten, geschützten Raumes. Konflikte, atmosphärische Veränderungen und Stimmungen werden wahr-genommen und in angemessener Weise beantwortet.

Von kommerziellen Cafés wird die Dienstleistungs- und Kundenorientierung über-nommen. Dies bedeutet für das Personal, eine entsprechende Haltung gegenüber den Besuchern zu entwickeln. Nicht nur die pädagogische Haltung bzw. Bezie-hungsorientierung steht im Vordergrund, sondern auch der Servicecharakter eines Cafés. Die Erfüllung der „Kundenwünsche“ ist so auch eine Zielsetzung des „Pub à la Pub“.
1.6 Vernetzung
Neben der Nutzung durch „Spielraum e.V.“ wird der Büroraum des Pub à la Pub auch von folgenden anderen Trägern genutzt:

· Arbeiterwohlfahrt: Beratungsangebot für Migranten
· Stadt Herne: Beratungsangebote des Stadtteilbüros
· Caritas: Beratungsangebot für Bürger zu Wohnungsumfeldbaumaßnahmen
· Gleichstellungsstelle der Stadt Herne: Beratungsangebot für Frauen
· Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Jugendkunstschule, Gesellschaft freie Sozialarbeit (wechselnd): Beratungsangebot zum Thema Jugendberufshilfe

Das Pub à la Pub wird zur Zeit zusätzlich einmal im Monat wie folgt genutzt:

· „bird stage“: Musikangebot der SJD-Die Falken, Unterbezirk Herne
· Auftritte junger Live Bands inkl. Radiomitschnitt: SJD-Die Falken, Ortsverband Unser Fritz
· Jonglageworkshop für Jugendliche: SJD-Die Falken, Ortsverband Unser Fritz
· Projekt „Schwarzlichtheater“: Projekt zur Förderung ehrenamtlichen Engage-ments durch den Verein Spielraum e.V.
· Interkulturelles Frauenfrühstück: Gleichstellungsstelle Stadt Herne

Im vierteljährlich stattfindenden Hausbeirat findet mit allen oben genannten Trägern ein Austausch über die evtl. geänderte Nutzung und mögliche neue Angeboten statt. Außerdem werden Absprachen, z.B. zu Ferien und Urlaubsvertretung, getroffen. Hier ist Raum, um über auftretende Probleme im Miteinander zu sprechen und diese zu beheben. Neue Mitarbeiter werden hier vorgestellt, technische Probleme (Heizung, Telefonanschlüsse, Reinigung usw.) werden geklärt. Ebenfalls finden regelmäßig Mitarbeiterbesprechungen statt.
1.7 Öffentlichkeitsarbeit
Durch frühzeitige Planung der verschiedenen Angebote, Aktionen und Projekte wird das aktuelle Programm des Pub à la Pub auf der Homepage des Vereins Spielraum e.V. sowie in den verschieden lokalen Zeitungen und dem lokalen Radiosender prä-sentiert und natürlich in der Einrichtung selbst durch Aushang bekannt gemacht..

Im Stadtteil Unser Fritz gibt es eine vierteljährlich erscheinende Stadtteilzeitung. Die-se kann zur weiteren Streuung der Angebote dienen. Monatliche „Hausangebot-Flyer“ werden frühzeitig erstellt, gedruckt und verteilt, um möglichst viele Jugendliche erreichen zu können.
2. Ziele
2.1 Allgemeine Ziele
Im Vordergrund der Einrichtung steht die ganzheitliche Förderung und Bildung von Jugendlichen, vor allem im Bereich der sozialen Kompetenz. Gleichberechtigtes Mit-einander, Toleranz anderen und dem Fremden/Unbekanntem gegenüber sowie indi-viduelle Akzeptanz wird vom Personal vorgelebt und gefördert. Toleranz und das Kennen lernen der verschiedenen Persönlichkeiten und Kulturen baut Vorurteile ab und beugt Gewalt vor.

Das Pub à la Pub ist für die Jugendlichen des Stadtteils Unser Fritz ein regional be-zogener öffentlicher Freizeitort, in dessen Mittelpunkt der Treffpunktcharakter steht. In den Räumen bietet es den Besuchern ganzjährig die unterschiedlichsten Freizeit-angebote, jugendgemäße und jugendkulturelle Betätigungsmöglichkeiten in einer entsprechenden Atmosphäre. Es bietet Spielraum und Unterstützung für jugendkultu-relle Lebensformen.

Ausgewählte Bedürfnisse in Bezug auf Freizeitaktivitäten werden aufgegriffen und dementsprechende Angebote zur Verfügung gestellt. Die Bedürfnisse der Jugendli-chen werden dabei ernst genommen. Die Freizeitangebote werden qualifiziert und attraktiv unter Einbeziehung der Jugendlichen gestaltet.

Das Pub à la Pub bietet den Jugendlichen die Gelegenheit, ohne Konsumzwang mit Gleichaltrigen in einem öffentlichen Raum zusammen zu kommen, Kontakt aufzu-nehmen und zu kommunizieren. Weiterhin können sie sich, zum Beispiel mit Jugend-lichen, die schon in einer Ausbildung sind, austauschen und von deren Erfahrungen profitieren.

Die MitarbeiterInnen signalisieren den Besuchern, dass sie darüber hinaus auch für persönliche Probleme ansprechbar sind und auf Wunsch Hilfestellungen geben.

Wie der Name Jugendcafé schon sagt, gibt es auch im Pub à la Pub ein gastronomi-sches Angebot. Es dient der Förderung der Kommunikation, ist aber gleichzeitig auch ein eigenständiges und unabdingbares Angebot. Alles ist zu kleinen Taschengeld-preisen käuflich und nicht gewinnorientiert.
2.2 Zielgruppen
Das Pub à la Pub ist ein Café für Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Stadt-teil Unser Fritz. Es ist ganz bewusst nur für Jugendliche ab ca. 13 Jahren eingerichtet worden, da es zum einen im Stadtteil eine Einrichtung für Kinder gibt und zum ande-ren die Trennung von Kindern für Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsenwerden sehr wichtig ist.

Die Einrichtung dient auch als Anlaufstelle für Eltern bzw. Erziehungsberechtigte die Fragen oder Probleme haben. Sie finden dann durch das pädagogische Personal jemanden, der ihnen zuhört und der sie ggf. an die zuständige Stelle, z.B. eine Er-ziehungsberatungsstelle, weiterleiten kann.

Durch Kooperationen mit Schulen des Stadtteils (der Zielgruppe entsprechend vor allem mit der Melanchthon-Hauptschule und der Königin-Luise-Hauptschule) und anderen Organisationen (z.B. Ev. und Kath. Kirchengemeinde) kann die Attraktivität des Freizeitangebotes im Umfeld gesteigert werden. Möglich ist zum Beispiel die Mitwirkung bei Projektwochen, Ferienprogrammen oder gemeinsame übergreifende Themen.

Junge Erwachsene können sich im Pub à la Pub durch parallel zum Cafébetrieb stattfindende Angebote der Jugendberufshilfe informieren und sich anschließend im Café mit anderen austauschen.
2.3 Elternarbeit
Eltern haben jederzeit die Möglichkeit, mit den MitarbeiterInnen in Kontakt zu treten. An einem solchen Austausch besteht starkes Interesse.

Um Kontakte zu pflegen, wird etwa einmal pro Quartal ein Stadtteilfrühstück angebo-ten, wozu Eltern gezielt eingeladen werden. Ziel ist, dass die Eltern und ihre Kinder teilnehmen und ein reger Austausch beginnt. Eltern können so die vielfältigen Infor-mationen und Möglichkeiten der Einrichtung kennen lernen und diese ggf. an ihre Kinder weitergeben.

Außerdem sind Informations- und Elternabende zu verschiedenen Themen, wie z. B. Pubertät oder Taschengeld, geplant. Bei individuellen Problemen kann auch hier das pädagogische Personal helfen und andere Anlaufstellen benennen.
2.4 Partizipation
Die Jugendlichen, die das Café nutzen, haben die Möglichkeit, über alle Dinge, die sie und die konzeptionelle Gestaltung der Einrichtung betreffen, mitzubestimmen. Besucher bringen ihre Ideen und Wünsche, z.B. zur räumlichen Gestaltung oder zum Gastronomieangebot, ein und beteiligen sich aktiv bei der Gestaltung der Räumlich-keiten, der Angebotszeiten, des Programms und des Ambientes. Die Form, Zusam-mensetzung und Arbeitsweise wird hier bewusst nicht vorgegeben, sondern muss mit allen Beteiligten in fairer Weise ausgehandelt werden.
3. Angebote/pädagogische Arbeit/Inhalt
Den Besuchern des Pub à la Pub steht es frei, sich an dem Programm zu beteiligen oder sich mit Freunden zu treffen, um zu reden und die Freizeit gemeinsam zu verbringen. Wenn sie sich gern beschäftigen möchten, stehen ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl.
3.1 Projekte
Über das Jahr verteilt werden verschiedene Projektwochen mit kreativen musikali-schen, künstlerischen und medialen Inhalten angeboten. (Beispielsweise wurde in den Herbstferien 2005 eine künstlerische Projektwoche unter dem Motto „Kunstwerk statt Langeweile“ durchgeführt. Den Besuchern wurde über die Erstellung eigener kleiner Kunstwerke Handwerkszeug und Wissen theoretisch wie praktisch vermittelt.)
3.2 Programm
Den Besuchern des Pub à la Pub steht täglich eine große Palette an Freizeitbeschäf-tigung zur Verfügung. Dazu gehören ein fest stehender Billardtisch und eine Dart-scheibe sowie diverse Gesellschaftsspiele.

In einem monatlich neu gestalteten Programm finden sich fest verankerte Angebote wieder. An jedem 1. & 3. Dienstag im Monat, können sich die Besucher in der Krea-tivecke künstlerisch betätigen. Jeden 4. Donnerstag findet die „movie time“ statt, bei Popcorn und Filmen über Großleinwand entsteht Kino-Atmosphäre.

Alle 14 Tage treffen sich junge Frauen ab 16 Jahren (teilweise aus den Ortsverbän-den der Falken) am reservierten MIA Tisch („Mädchen In Aktion“). Hier können ver-schiedene Gespräche geführt oder Aktionen nur für Mädchen und Frauen geplant werden.

Jeden dritten Freitag im Monat treten kostenlos junge Bands aus Herne auf („bird stage“). Die Auftritte werden aufgenommen und später im kommunalen Radiosender ausgestrahlt. Am Montag darauf haben Musiker aller Altersklassen die Möglichkeit, sich im Pub à la Pub zu treffen, um gemeinsam spontan Musik zu machen.

Diskussionen der Besucher werden beobachtet und aufgegriffen, um zeitnahe Dis-kussionsrunden anzubieten. Bei Bedarf werden dazu externe Referenten eingeladen.

Innerhalb der Öffnungszeit findet immer montags ab 18 Uhr der „Pub à la Pub-Rat“ statt. Dieser besteht aus gewählten Vertretern der verschiedenen Altersklassen und Geschlechter sowie dem pädagogischen Personal. Jugendliche haben hier die Mög-lichkeit, über die Hausangebote mitzubestimmen. Evtl. entstandene Probleme im Umgang miteinander können hier angesprochen werden, alle überlegen gemeinsam, wie diese gelöst werden können. Wünsche oder Anregungen zu verschiedenen An-schaffungen können auch geäußert werden. Es wird über aktuelle politische Themen diskutiert und überlegt, wie Jugendliche Stellung beziehen könnten. Ferienfreizeit-gestaltung innerhalb oder auch außerhalb der Einrichtung kann ebenfalls geplant werden. Außerdem kann der Rat bei Bedarf eine Vollversammlung einberufen, an der möglichst alle Besucher teilnehmen sollen.

Im Sommer 2005 hat sich das sogenannte „Äktschenteam“ gebildet. Etwa einmal monatlich treffen sich BesucherInnen, um Aktionen wie Fußballturniere gegen andere Jugendzentren, Discos, Wochenendausflüge usw. zu planen und bei Bedarf mit Un-terstützung der pädagogischen Leitung durchzuführen.
3.3 Café Betrieb
Den Gästen des Pub à la Pub steht es frei, etwas zu verzehren oder nicht. Verschie-dene Getränke und diverse Snacks, wie Milchshakes, belegte Baguettes und Sand-wichtoasts können an der Theke bestellt werden.

Generell wird versucht, die Besucher in die Gestaltung des Thekenangebotes einzu-beziehen und zur Mithilfe zu animieren. Neben den verschieden großen Gruppenti-schen haben die Besucher der Einrichtung auch die Möglichkeit, sich in einer erhöh-ten Lounge mit mehreren Sitzkissen zurück zu ziehen (Kuschelatmosphäre). Außer-dem liegen verschiedene Zeitschriften im Café aus.
3.4 Medien
Jugendliche transportieren Informationen oft nur mündlich. Jugendrelevante Informa-tionen werden über eine Wandzeitung präsentiert. Diese ist in der Einrichtung immer präsent. So bilden und informieren sich die BesucherInnen gleichzeitig und können mit anderen Gästen oder den MitarbeiterInnen ins Gespräch kommen.

Ein kostenloser, betreuter Internetzugang für Jugendliche wird eingerichtet. Dieser bietet eine grenzenlose und schnelle Informationsquelle. Junge Menschen sollen den sinnvollen und gefahrlosen Umgang mit diesem Medium kennen lernen und sicher nutzen können. Angestrebt wird auch eine eigene Homepage für die Einrichtung, mit Anleitung erstellt und gepflegt von den Jugendlichen selbst.

Besondere Veranstaltungshinweise können aufgezeichnet und im lokalen Radiosen-der ausgestrahlt oder auch in der Stadtteilzeitung abgedruckt werden.

Darüber hinaus stehen unter der Internetadresse www.spielraum-herne.de weitere Informationen zum Pub à la Pub zur Verfügung.
3.5 Geschlechtsspezifische Angebote
Der offene Bereich bietet 14-tägig ein geschlechtsspezifisches Angebot für Mädchen („Mädchen In Aktion“) ab 16 Jahren an. Durch die räumliche Vorgabe können sich diese nur in der Küche bzw. an einem „reservierten Mädchen-Tisch“ zur normalen Öffnungszeit treffen. Spezielle Übernachtungen nur für Mädchen sind geplant.

4. Evaluation
Um das Angebot der Jugendeinrichtung evaluieren zu können, werden folgende In-formationen gesammelt und festgehalten:

· Die Besucherzahlen und -daten werden regelmäßig festgehalten, um die Fluk-tuation zu beobachten. Diese Daten können dann nach einem Jahr ausgewer-tet werden.
· Die Altersstufen der Besucher werden besonders im ersten Halbjahr beobach-tet, da davon die Öffnungszeiten der Einrichtung abhängig sind.
· Aufgabe der pädagogischen MitarbeiterInnen ist es, im direkten Kontakt mit den Jugendlichen Missstimmungen und Probleme aufzugreifen und gemein-sam mit ihnen zu beheben.
· Es finden regelmäßig Mitarbeiterbesprechungen statt.
· Die hauptamtliche Mitarbeiterin führt zweimal jährlich ein Zielvereinbarungs-gespräch mit dem Träger. So können Prioritäten für die Aufgabenerledigung vereinbart und Arbeitsschwerpunkte an aktuelle Anforderungen angepasst werden. Es werden gemeinsam Maßnahmen und Aktivitäten zur Steigerung der individuellen Handlungskompetenz der Mitarbeiterin (fachliche, methodi-sche und soziale Kompetenz) sowie der Qualität der Arbeit entwickelt.
· Eine ausführliche Evaluation erfolgt erstmals nach einem Jahr Öffnungszeit (Ende April/Anfang Mai) und anschließend einmal jährlich. Dafür ist ein Raster zu erstellen.

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