zurück   |   Druckversion31.01.2008 | eingestellt von: Norbert Kozicki

Jugendstudien

Neue Analyse zu den gesellschaftlichen Kosten unzureichender Integration

Hochrechungen bis zu 22,7 Milliarden Euro pro Jahr

Die Bertelsmann-Stiftung hat ein Gutachten erstellen lassen, in welchem ein Konzept für die Messung der gesellschaftlichen Kosten der unzureichenden Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern entwickelt wurde. Diese Messung bezieht sich auf Personen im Erwerbsalter zwischen 16 und 64 Jahren. Die Kosten der unzureichenden Integration lassen sich anhand der Unterschiede in der Beteiligung der integrierten bzw. weniger integrierten Zuwanderinnen und Zuwanderer am deutschen Arbeitsmarkt messen.

Auch bei Kindern und Jugendlichen ließen sich Kosten der unzureichenden Integration in Form einer Finanzbilanz berechnen, allerdings zeitlich verzögert.

Als wichtiges Merkmal für eine erfolgreiche Integration von Personen im Erwerbsalter ist ihre Teilnahme am Arbeitsmarkt des Aufnahmelandes. Diese Teilnahme basiert meist auf gewissen Voraussetzungen der Integration in anderen Lebensbereichen. Um das alles messen zu können, haben die Forscher ein differenziertes Wirkungsmodell zur Messung von Kosten unzureichender Integration entwickelt.

In den Hochrechnungen und Schlussfolgerungen kommen die Forscher zu einer gewissen Bandbreite der Kosten, die aufgrund nicht gelungener Integration entstehen. Der Spitzenwert bei spezifischen Schätzungen beträgt 22,7 Milliarden Euro pro Jahr.

Diese berechneten Kosten der unzureichenden Integration fallen bei unterschiedlichen Finanzträgern an. Als Finanzträger wurden in der Studie die Kommunen, die Länder, der Bund, die Sozialversicherungen und die Wirtschaft ermittelt.

Wer mehr über die Studie erfahren will, kann sie unter folgender URL runterladen:

www.bertelsmann-stiftung.de/bst/de/media/xcms_dms_23656_23671_2.pdf

nach oben   |   zurück   |   Druckversion31.01.2008 | eingestellt von: Norbert Kozicki