zurück   |   Druckversion04.06.2007 | eingestellt von: Norbert Kozicki

Aktuelles >> Bildungspolitik

Aufruf für ein Bündnis

Gemeinsam lernen von der 1. bis zur 10. Klasse
Unser bestehendes Bildungssystem erschwert einem erheblichen Teil der Schülerinnen und Schüler Chancen auf Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Dies ist ein Skandal, der unter anderem aus der Aufteilung von neun- bis zehnjährigen Kindern auf unterschiedliche Schulformen herrührt. Dieses frühe Auslesesystem gibt es OECD weit nur noch in Deutschland, Österreich und zwei Kantonen der Schweiz.
Studien der internationalen Bildungsforschung belegen, dass durch längeres gemeinsames Lernen
• alle Schülerinnen und Schüler einen höheren Lernerfolg erzielen und größere Sozialkompetenz entwickeln können,
• der derzeitige enge Zusammenhang zwischen Bildung und sozialer Herkunft überwunden werden kann.
Die überfälligen Korrekturen an unserem Bildungssystem werden von der Landesregierung jedoch nicht vollzogen.

Im Gegenteil: Beim Übergang von der Grundschule in weiterführende Schulen wurden durch das neue Schulgesetz weitere Hürden aufgebaut. Ungleiche Bildungschancen wurden festgeschrieben.

Daher beabsichtigen wir, eine Volksinitiative / ein Volksbegehren durchzuführen mit dem Ziel, dem Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen einen Gesetzentwurf zur Entscheidung vorzulegen, der die Zusammenführung aller bestehenden Schulformen beinhaltet. In dieser einen Schule für alle werden Kinder und Jugendliche bis zum ersten schulischen Abschluss in der Sekundarstufe I gemeinsam beschult. Schülerinnen und Schüler mit speziellem Förderbedarf gehören von Anfang dazu und erhalten dort die notwendige Förderung. Jedes einzelne Mädchen und jeder einzelne Junge wird in seiner Gesamtentwicklung unterstützt.

Vertreter/ Vertreterinnen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, haben heute ein Aktionsbündnis gegründet, um mit den umfangreichen Vorbereitungen für eine Volksinitiative / ein Volksbegehren zu beginnen. 2007, von der Europäischen Kommission zum „Europäischen Jahr der Chancengleichheit für alle“ erklärt, ist für uns der geeignete Zeitpunkt diese Gesetzesinitiative auf den Weg zu bringen. Wir laden jeden ein sich unserem Bündnis anzuschließen.

Detlef Träbert, Roswitha Träbert , Aktion Humane Schule
Ulrike Niehues, Dr. Brigitte Schumann, AK Gemeinsamer Unterricht
Gerfried Stanzel, Schulleiter
Eleonore Jost
Helmut Brinkmann-Kliesch, Uta Kumar, Maria Landwehr, Bielefelder Initiative „Eine Schule für alle“
Maya Bernard
Clemens Dunkel, Johannes Krane-Erdmann, Bündnis Pro-Inklusion, Köln
Otto Herz, COMED e. V.
Uwe Ahlemeyer, Dr. Heide-Rose Brückner, Deutsches Kinderhilfswerk
Norbert Kozicki, Falken Bildungs- und Freizeitwerk NRW e.V.
Martin Wurm, Freinet-Kooperative
Jürgen Gerlach, IG BCE
Ingrid Wenzler, Bundesvorsitzende GGG
Ingrid Birkmann, GGG
Katarzyna Kuklewska, Studentin
Bernd Kochanek,
Julia Kron, Studentin
Christoph Lemm, Aufbruch - anders besser leben
Anne Röder, Bielefelder Eltern für Integration, Mitglied der LAG GL -GL NRW
Klaus Lange
Bärbel Beuermann, Landesvorstand Linkspartei NRW
Petra Mölder
Sabine Unger
Sigrid Beer, MdL
Frank Hoffmann
Eva Thoms, Christine Schulz, mittendrin e.V
Monika Mix
Prof. Dr . Karl A.. Otto, Uni Bielefeld
Prof. Dr. Anne Ratzki, Uni Paderborn
Beate Wimberg
Heidrun von der Stück, die Linke

v. i. S. d. P. : Uta Kumar, Schildescherstr. 67, 33611 Bielefeld

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